Die Jungfrau.

nach Gustav Klimt

2009

Öl auf Maluntergrund

40 cm x 50 cm

Das Gemälde „Die Jungfrau“ aus dem Jahre 1913 nimmt eine besondere Stellung in Klimts Werken ein. Das Gemälde greift ein Schlüsselthema der Secession auf: die Verbindung von Schönheit und Vergänglichkeit, Jugend und Sterblichkeit, das Feiern der Jugend und das Phänomen der weiblichen Existenz.

Klimt malte es in seiner späten Schaffensperiode, als die traumartige Sinnlichkeit jugendlicher Weiblichkeit das Konzept der „Femme fatale“ ablöste. Seine meisterhafte Zeichenkunst kombinierte er mit stilisierten, flächigen Skizzen und schnell aufgetragenen, intensiven Farben.

Das Gemälde ist die Verkörperung von Klimts einzigartiger Vorstellung und Darstellung von zarter, unschuldiger Erotik. Das Mädchen schläft friedlich unter einer mit Blumen und Schnörkelmotiven verzierten Decke.

Für Klimt ist der Schlafende nicht für sein Verlangen und seine Sehnsüchte verantwortlich. Als Verkörperung dieser Vorstellung stellte er eine unschuldige Jungfrau dar, die von ihren süßen, anzüglichen Träumen gefangen gehalten wird.

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